Donnerstag, 22.11.2018: Schmetterlinge am Lech - Licca liber! / Vortrag von Dr. Eberhard Pfeuffer

Wer nicht dabei war, der hat etwas verpasst: Dieser Vortrag war eine Augen- und Ohrenweide!

Der Augsburger Dr. Eberhard Pfeuffer ist einer der profundesten Kenner des Lechs und seiner Flora & Fauna. Er war lange Jahre Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins Schwaben, hat mehrere Bücher über den Lech geschrieben sowie zahlreiche Fachartikel veröffentlicht. Und er ist noch dazu ein ausgezeichneter Fotograf. Mit herrlichen Bildern nahm er die (nur!) ca. 25 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bellenberger Fußballerheim mit auf eine Wanderung von der Lech-Quelle im Hochgebirge bis zur Mündung in die Donau. Am Beispiel der Tagfalterfauna zeigte Dr. Pfeuffer die Sonderrolle des Lechs als Faunen- (und Floren-) Brücke zwischen Alpen und Schwäbischer Alb. Zu bewundern gab es karge Hochgebirgslandschaften, wilde Geröllhalden, bunte Bergwiesen, schüttere Kiesterrassen, feucht-kühle Moore und schafbeweidete Heiden – und immer wieder Beispiele für charakteristische Schmetterlinge samt ihrer Raupenfutter- und Nektarpflanzen, die links und rechts des Lechs noch vorkommen. Oder die aber schon ausgestorben sind. Denn der Lech ist nicht nur der wichtigste Alpenfluss in Bayern, sondern auch der geschundenste. Geradezu weh taten die Fotos, wie der Lech einmal vor der rigorosen Flussverbauung aussah. Der Verlust an biologischer Vielfalt durch den Aufstau des Forggensees, die zahlreichen übrigen Staustufen und die meist intensive Nachnutzung der trocken gelegten Flächen in der ehemaligen Aue war - und ist - enorm. Und nicht einmal kleine "Reparaturen" wie Fischaufstiegshilfen wurden bisher eingebaut. Kein Wunder, dass früher massenhaft vorkommende Fischarten wie Huchen oder Nase inzwischen nur noch überleben, weil sie von der Fischerei immer wieder nachbesetzt werden. Mit Natur hat das nicht mehr viel zu tun. Deshalb schloss Dr. Pfeuffer seinen Vortrag auch mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Erhalt letzter noch verbliebener Wildflusslandschaften und für einen natürlicheren Lech („Licca liber“). Es gab lang anhaltenden Applaus als Dank für diesen wunderbaren Vortrag.

 

25.10.2018: Hilfe für Feldlerche, Rebhuhn und Co. – Tipps nicht nur für Landwirte / Vortrag von Matthias Luy

Der Biologe Matthias Luy, seit kurzem Landwirtschaftsreferent des LBV, stellte vor 20 Interessierten die Vogelwelt der Feldfluren vor und ging auf die Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt ein. Im Anschluss an den Vortag entspann sich eine angeregte Diskussion, in der einzelne von Herrn Luy angesprochene Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln vertieft werden konnten. Allen Beteiligten, besonders natürlich Matthias Luy, vielen Dank!

 

17.10.2018: Biotoppflege Kugelberg Thalfingen

Den Magerrasen auf dem Kugelberg bei Thalfingen mähen wir einmal im Jahr, um zu verhindern, dass Büsche und Bäume die nährstoffarmen Wiesen mit ihren selten Pflanzen überwuchern.

 

Am 17.10. räumten 10 Freiwillige bei herrlichem Wetter in malerischer Herbstkulisse das Mähgut ab. Dank ihres engagierten Einsatzes war die Arbeit zur Mittagszeit geschafft. Vielen Dank an Hermann für die tolle Vorarbeit und an Alle, die mitgeholfen haben!


6.10.2018: Biotoppflege Brenne Elchingen

Um die Trockenrasenstandorte im Donau-Auwald und ihre einzigartige Pflanzenwelt zu erhalten, müssen sie gemäht und das Mähgut abtransportiert werden.

 

Am Samstag, dem 6. Oktober, fand der diesjährige Einsatz statt: Das gemähte Gras wurde mit Heugabeln auf Planen geladen und mit dem Metrac zum Sammelplatz gefahren. 15 Helferinnen und Helfer arbeiteten dabei so engagiert, dass sich manch einer verdutzt die Augen rieb, als nach nicht einmal drei Stunden die Arbeit vollständig erledigt war.

 

Allen, die an der Vorbereitung des Einsatzes beiteiligt waren oder die im Vorfeld beim Mähen geholfen haben, und natürlich denen, die am Samstag so kräftig mitangepackt haben, herzlichen Dank!


8.9.2018 und 15.9.2018: Biotoppflege im Obenhausener Ried

Einmal über, einmal knapp 30 Helferinnen und Helfer waren dabei, als es an zwei Samstagen hinterneinander wieder mal hieß: "Rama dama im Obenhausener Ried". Das FFH-Gebiet ist Rückzugsraum vieler Tier- und Pflanzenarten, deren Bestand in unserer ausgeräumten und verbauten Landschaft akut gefährdet ist. Um deren Lebensraum zu erhalten, müssen die Feuchtwiesen regelmäßig gemäht werden, da sie sonst innerhalb weniger Jahre von Hochstauden und Büschen überwuchert würden. Dazu benötigen wir immer viele freiwillige Helferinnen und Helfer, die das Heu mit Gabeln auf große Planen laden, welche dann mit unseren kleinen Traktoren auf trockeneres Gelände gezogen werden. Auch dieses Jahr wieder VIIIIIIIELEN DANK AN ALLE !!!!!

 

Die Kosten für die Brotzeit wurde dieses Jahr wieder vom Markt Buch übernommen ebenfalls vielen Dank dafür an Bürgermeister Biesenberger, der sich am 15.9. selbst ein Bild von den Arbeiten verschaffte und uns für unser Engagement lobte.

 

Pflegeeinsatz am 8. September 2018

Pflegeeinsatz am 15. September 2018

15.9.2018: DING-Aktionstag "Ohne Auto - mobil" - wir waren dabei!

Einen Tag lang mit den Bussen und Bahnen 'in Ulm, um Ulm und um Ulm' herum umsonst fahren eine tolle Sache! Wir haben die Donau-Iller-Nahverkehrs-Gesellschaft (kurz DING) mit einem Angebot an alle unterstützt, die den Wullenstettener See noch nicht kennen (oder wieder mal sehen wollen). Wer wollte, konnte am Nachmittag ganz entspannt mit dem Zügle von Ulm oder Weißenhorn nach Wullenstetten anreisen und anschließend gleich zur Kulturnacht in der Doppelstadt Ulm / Neu-Ulm weiterfahren (siehe unten). Die Resonanz war übersichtlich, aber immerhin ein halbes Dutzend Naturfreunde waren gekommen, um mit unserem Biologen Ralf Schreiber bei schönstem Wetter eine gemütliche Spazierrunde um den See zu drehen.

 

Netterweise war auch die Neu-Ulmer Zeitung mit dabei; der Bericht steht hier.