Naturschutzgebiet "Wasenlöcher bei Illerberg"

Wo der Biber bei der Landschaftspflege hilft

Iris sibirica Wasenlöcher Illerberg Wullenstetten Senden LBV Neu-Ulm
Iris-Blüte in den Wasenlöchern © Benjamin Mayer

Die Wasenlöcher bei Illerberg sind eines der wenigen Naturschutzgebiete in unserem Landkreis. Ursprünglich ein offenes Niedermoor mit großflächigen Wiesen und Weiden – daher der Name: "Wasen" ist ein ausgestochenes Stück Wiesensode – , verloren die Wasenlöcher durch Trockenlegung, Torfabbau und vor allem durch die Aufforstung mit Pappeln und Fichten ihren Moor- und Offenlandcharakter. Inzwischen konnten wir einzelne Teilstücke vom Gehölzaufwuchs befreien und wieder vernässen. Eine große Hilfe dabei sind die Biber, die durch ihre Dämme Wasser im Gebiet halten. Die Pappelforste lichten sich allmählich, da die (Hybrid-)Pappel zwar feuchte Standorte, nicht aber dauerhaft nasse Wurzeln mag. Die abgestorbenen und absterbenden Bäume bieten u.a. Spechten einen reich gedeckten Tisch: Neben dem häufigen Buntspecht kommen auch Grün-, Grau-, Klein-, Mittel- und Schwarzspecht vor.

 

Ein kleines Team der LBV-Kreisgruppe Neu-Ulm betreut die Flächen in den Wasenlöchern, indem es sie alljährlich mäht, das Mähgut zur Ausmagerung des Bodens herausholt und gelegentlich auch Tümpel und Gräben entschlammt.