Schutzgebietskategorien

Im Landkreis Neu-Ulm gibt es verschiedene Schutzgebietskategorien:

 

EU-Vogelschutzgebiete

Das Westende des EU-Vogelschutzgebiets 7428-471 "Donauauen" reicht bis Thalfingen in den Landkreis Neu-Ulm. Es ist weitgehend deckungsgleich mit dem FFH-Gebiet 7428-301 "Donauauen von Thalfingen bis Höchstädt", das jedoch - wie die übrigen FFH-Gebiete - per se [noch] kein Schutzgebiet ist.

Der Plessenteich bei Gerlenhofen ist eine Teilfläche des EU-Vogelschutzgebiets 7428-471.

[Standard-Datenbogen] [konkretisierte Erhaltungsziele]

 

EU-Vogelschutzgebiete werden oft auch als SPA bezeichnet. Die Abkürzung geht auf den englischen Begriff "Special Proitected Area" zurück, der aus der EU-Vogelschutzrichtlinie stammt.

 

Für alle EU-Vogelschutzgebiete werden "Bewirtschaftungspläne" erstellt; diese werden bei uns normalerweise Managementpläne genannt. Der Managementplan für die "Donauauen" ist derzeit noch in Bearbeitung, wobei lokale Ornithologen, darunter auch LBV-Mitglieder, einbezogen werden. Der Managementplan für den Plessenteich ist schon fertig und wird bereits umgesetzt.

 

 

Naturschutzgebiete

Im Landkreis Neu-Ulm gibt es derzeit vier Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtfläche von ca. 348

Alle NSGs sind auch FFH-Gebiete.

Zuständig für die Ausweisung von Naturschutzgebieten sowie die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist die Regierung von Schwaben.

 

 

Landschaftsschutzgebiete

Der Landkreis Neu-Ulm hat insgesamt sieben Landschaftsschutzgebiete (LSG) mit einer Gesamtfläche von gut 5.000 ha ausgewiesen:

  • Donau-Auen (ca. 907 ha) seit 28.11.1963; Neufassung Textteil gültig seit 26.11.1983;
    im Bereich der Stadt Neu-Ulm, Gemeinde Elchingen und Nersingen
  • Illerauwald von Neu-Ulm bis Kellmünz (ca. 1.990 ha) seit 10.02.1968, Neufassung gültig ab 01.12.1997;
    Auwald entlang der Iller von Neu-Ulm bis Altenstadt
  • Jurahang und Waldabteilung "Großer Forst" (ca. 151 ha) seit 20.04.1973;
    im Bereich der Gemeinde Elchingen
  • Kirchholz (ca. 13 ha) seit 22.12.1972;
    im Bereich der Gemeinde Nersingen
  • Pfuhler, Finninger und Bauernried (ca. 1.953 ha) seit 07.10.1961;
    Neufassung 16.12.1998;
    im Bereich der Stadt Neu-Ulm, Gemeinden Holzheim und Nersingen
  • Bibertal (gesamt ca. 23 ha, davon 5 ha im Landkreis Neu-Ulm, die übrige Fläche im Landkreis Günzburg) seit 23.01.1971;
    im Bereich der Gemeinde Nersingen
  • Oberes Günztal (gesamt ca. 190 ha, davon 20 ha im Landkreis Neu-Ulm, die übrige Fläche im Landkreis Günzburg) seit 05.03.1988;
    im gemeindefreien Gebiet "Unterroggenburger Wald".

 

 

Flächenhafte Naturdenkmäler und geschützte Landschaftsbestandteile

Im Landkreis Neu-Ulm stehen derzeit zwölf flächenhafte Naturdenkmäler (FND) bzw. 21 geschützte Landschaftsbestandteile (gLB) mit einer Fläche von insgesamt ca. 215 ha unter Schutz.

FND:
Memminger Ach   2,12 ha (Verordnung vom 07.11.1980)
Im Winkel   0,74 ha (Verordnung vom 29.06.1982)
Alter Ziegelteich   0,35 ha (Verordnung vom 11.08.1982)
Ritzisrieder Kühlache   0,15 ha (Verordnung vom 11.08.1982)
Allmanshorner Ried   2,05 ha (Verordnung vom 16.08.1982)
Dattenhauser Ried   2,16 ha (Verordnung vom 16.08.1982)
Am Ölberg   1,10 ha (Verordnung vom 17.08.1982)
Am Hungerberg   0,38 ha (Verordnung vom 18.08.1982)
Erbishofer Viehtränke   0,22 ha (Verordnung vom 19.08.1982)
Taubenhöhe   1,25 ha (Verordnung vom 20.08.1982)
Ingstetter Weiher   4,60 ha (Verordnung vom 23.08.1982)
Nordholzer Weiher   4,40 ha (Verordnung vom 23.08.1982)

Gesamtfläche FND:   19,52 ha

 

gLB:
Binsenteile   2,90 ha (Verordnung vom 16.06.1987)
Hasental   1,75 ha (Verordnung vom 21.09.1987)
Wolfenstaler Weiher   5,75 ha (Verordnung vom 21.09.1987)
Schichtquelle im Birket   1,45 ha (Verordnung vom 16.11.1987)
Am Eisenbach bei Unterroth   0,92 ha (Verordnung vom 03.08.1989)
Ochsenmahd-Weiher   2,30 ha (Verordnung vom 31.08.1989)
Schandwiesen bei Beuren   11,70 ha (Verordnung vom 15.03.1990)
Erlenbruchwald mit Stiftweiher   9,30 ha (Verordnung vom 02.05.1990)
Gannertshofer Ried   17,50 ha (Verordnung vom 25.05.1990)
Alte Teile   10,00 ha (Verordnung vom 08.11.1990)
Höflesteile   10,30 ha (Verordnung vom 08.11.1990)
Heilbach im Badhausfeld   1,70 ha (Verordnung vom 25.06.1991)
Mesner Lache   1,10 ha (Verordnung vom 25.06.1991)
Sandgrube bei Bergenstetten    0,70 ha (Verordnung vom 25.06.1991)
Wasenmahd bei Wullenstetten   2,90 ha (Verordnung vom 06.10.1992)
Bei der Klostermühle Roggenburg   7,20 ha (Verordnung vom 12.10.1992)
Schlossberg bei Illereichen   4,50 ha (Verordnung vom 30.04.1993)
Illerschleife nördl. Gerlenhofen   53,54 ha (Verordnung vom 17.10.1995)
Illertisser Ried   16,84 ha (Verordnung vom 16.03.1998)
Osterbachtal südl. Wallenhausen   31,00 ha (Verordnung vom 12.05.2000)
Sandgrube bei Ingstetten   2,10 ha (Verordnung vom 06.12.2004)
Erlenwäldchen südlich von Unterroth
   0,33 ha (Verordnung vom 12.1.2012)

Gesamtfläche gLB:   195,78 ha

 

Naturdenkmäler der Städte und Gemeinden:

Die Stadt Neu-Ulm hat einige Bäume als Naturdenkmäler ausgewiesen. Die Verordnung wurde im Amtsblatt Nr. 23 des Landkreises Neu-Ulm vom 1. Juli 2011 veröffentlicht. Auch die Stadt Weißenhorn hat einige Bäume als Naturdenkmäler ausgewiesen. Die Verordnungen wurden ebenso wie die der geschützten Naturdenkmäler der übrigen Städte und Gemeinden in den Amtsblättern des Landkreises veröffentlicht. Leider führt die entsprechende Homepage des Landratsamts die älteren Amtsblätter-Ausgaben nicht mehr auf.

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